PFARRBRIEF Nr. 04/2021 vom 25. April bis 30. Mai 2021

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Liebe Freunde,

die Osterzeit endet mit Pfingsten. Genau fünfzig Tage nach Ostern feiern wir dieses Ereignis, das zur Geburtsstunde der Kirche geworden ist. Nach seiner Himmelfahrt sandte Jesus den Apostel den Beistand, also den Heiligen Geist. Seitdem ist der Heilige Geist in der Kirche und in allen Gläubigen gegenwärtig. Mit der Dritten Person der Dreifaltigkeit haben wir am meisten Probleme, denn wie soll man sich den Geist vorstellen? Das übersteigt unser geistiges Vermögen. Deshalb benutzen wir verschiedene Bilder von Feuer, Wind, Taube, Wasser oder Siegel. Selbstverständlich erschöpfen diese Darstellungen auf keinen Fall das Geheimnis des Heiligen Geistes, sondern sie helfen uns sein Wirken in der Geschichte der Menschheit und in unserem persönlichen Leben zu erkennen.

Wie kann ich also die Wirkung des Geistes Gottes erkennen? Die einfache Antwort, welche mir jetzt kommt, lautet: Da wo meine Kraft, mein Einfallsreichtum und meine Tüchtigkeit nicht mehr ausreichen oder genügen, da wo – menschlich gesehen – nichts mehr zu machen ist oder alles verloren scheint, kommt plötzlich ein Licht im Tunnel, eine Hilfe, eine Lösung oder einfach die Rettung. Dann kann ich sicher sein, dass meine Gebete erhört wurden und Gott selbst ins Spiel kommt.

Mit den Worten des Psalmisten sollen wir nicht nur am Pfingsttag, sondern inständig rufen, dass Gott seinen Geist sendet, damit das Antlitz der Erde neu wird (Ps 104). Besonders hier und jetzt verlangen wir nach seinem Geist, da wir uns geirrt haben und in einer Sackgasse stecken. „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!“

Im Gebet und Glauben verbunden
Ihr Pfr. Przemyslaw Nowak

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